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Tag 2

Guten Morgen

Heute wir es nicht so lang, ich muss bis Montag, wenn die Uni wieder anfängt noch ein paar Sachen programmieren und Übungsaufgaben korrigieren. Zugegebenermaßen, an einem Feiertag wie gestern ist nichts einzukaufen ist auch nicht besonders schwierig oder berichtenswert. Allerdings war ich containern und habe total viel cooles gefunden.

"Einkaufsliste":

  • Ein Brot (1000g)
  • Ein Blumenkohl
  • 1L Bananensaft
  • 6 Actimel
  • Ein Endiviensalat
  • eine Packung Feldsalat
  • zahllose Mandarinen
  • ein Schimmelkäse
  • eine Harzer Rolle
  • eine Zucchini
  • fünf Kirschquarks
  • ein Liter Vanillejoghurt
  • zwei Bund Möhren
  • Baby-Paprika
  • zwei Blumensträuße
  • ein Aufbackciabatta
  • zwei Äpfel
  • eine Birnen-Apfel-Frucht
  • ein Bund Frühlingszwiebeln
Gestern gab es dann auch Aloo-Gobi (eins meiner Lieblingsessen) und ich habe den Koriander verbraucht. Gewürze sind problematisch, denn man kann nicht gut darauf verzichten, aber beim containern an Gewürze zu kommen ist sehr unwahrscheinlich. Das gleiche gilt für Öl. Blöd. Ich werde mich mal in anderen Foren umhören, wie andere Menschen das so machen und hoffe eine Lösung dafür zu finden.
Außerdem muss ich mal gucken, ob es eine andere Blogplattform ohne so viel Werbung gibt, die hier nervt mich doch gewaltig und passt auch nicht sonderlich gut zu Projekt.

Und es gibt ein Neues Item auf der Ausnahmenliste: Klopapier.
2.1.15 09:53


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Mein guter Vorsatz

Guten Morgen und frohes neues Jahr Internet! Ich habe einen Vorsatz fürs neue Jahr gefasst, der mich vielleicht nach einer Woche schon in die Knie zwingt und auch sonst ziemlich abenteuerlich ist. Ich habe mir vorgenommen ein Jahr lang nichts zu kaufen. Gar nichts. Nada. Bisher war ich mehr oder weniger ziemlich dekadent, was meine Kaufentscheidungen anging. Regelmäßig habe ich mein monatliches Bafög und mein kleines "studentische-Hilfskraft" einkommen verpulvert. Für irgendwas. Das "elect with your wallet"-Prinzip was davon ausgeht, dass wir mit unseren Konsumentscheidungen politische Handlungstragende sind habe ich nur mäßig berücksichtigt. Klar habe ich mir oft irgendwas mehr oder weniger Nachhaltiges, Lokales, Gebrauchtes oder Faires gekauft um mein Gewissen ein wenig zu streicheln aber nicht mal das immer. Ich könnte mich jetzt noch seitenlang darüber aufregen, wie die Welt funktioniert, dass wir für jeden unnützen Ramsch bereit sind Menschen in anderen Teilen der Erde brutal auszunutzen und in Deutschland lauter Menschen unter der Armutsgrenze leben, weil wir nicht bereit sind angemessene Preise für die Dinge zu bezahlen, die wir nicht brauchen. 10.000 Gegenstände besitzt eine In Deutschland lebende Person durchschnittlich, dauernd kommen neue dazu oder es besteht der "Zwang" diese gegen neue auszutauschen obwohl die alten ihren Zweck noch erfüllen. Bei Lebensmitteln erreicht diese Dekadenz ihre widerlichste Form. In Europa und Nordamerika werden so viele Lebensmittel weggeworfen, dass man (mengenmäßig) das Welthungerproblem beseitigen könnte. Wie gesagt man kann da lange drüber schreiben wie schrecklich Kapitalismus und die damit verbundene Konsum und Wachstumsreligion ist aber back to topic. Ich möchte da aussteigen. Und mein kleines Projekt kann ja auch unterschiedliche Ausgänge haben. Vielleicht kapituliere ich schon übermorgen. Vielleicht ziehe ich das aber auch durch und entwickle bzw. sammle Strategien die Probleme zu lösen, die sich dabei ergeben. Genau das möchte ich hier gerne festhalten vielleicht auch als Leitfaden oder seelischen Beistand für andere, die das versuchen. Oder als Kapitulationserklärung an den fiesen Kapitalismus. Ich bin in dieser Gesellschaft schließlich auch ziemlich fest verankert und an sie angepasst und wenn ich aussteige ziehe ich nicht irgendwo aufs Land, sondern verwandle mein viel beschäftigtes Studierendenleben in ein freeganes. Das darf dann weder super aufwändig sein noch total isolationsbegünstigend. Und zack sind wir auch schon beim Thema Ausnahmen. Ich werde weiterhin der Mensa essen. Unser Mensaessen ist immerhin vegan auch wenn das nur ein schwacher Trost ist. Aber immer aus containerten oder gefoodshareten Sachen zu kochen ist mir zu zeitaufwändig und würde mich psychisch zu stark stressen. Ich habe eine kleine Liste mit Ausnahmen gemacht, aber sie gerade nicht hier, es kommen möglicherweise noch ein paar dazu. Das waren erstmal meine Gedanken zum Projekt, heute Abend geht es containern, es ist Neujahr (vor Feiertagen wird mehr weggeschmissen), die Kühlkette ist aufgrund der Außentemperatur nicht unterbrochen worden, optimale Bedingungen. Mit mir kommt ein Freund, ich freue mich schon. Das wars für heute, bis demnächst!
1.1.15 13:59


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